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Alle Künstler auf einen Blick

Pavel A. Richtr

Im Werk Pavel Richtrs lassen sich verschieden Phasen unterscheiden. In den 80er und 90er Jahren standen figurative Arbeiten im Vordergrund, darunter auch Porträts; eins finden Sie als Element in einer der hier ausgestellten Arbeiten. Danach wandte sich Richtr der skripturalen Malerei zu. Mit skriptural ist gemeint, dass viele seiner Bilder Buchstaben zeigen, die sich zu Wörtern zusammenzuschließen scheinen. Bei näherem Hinsehen stellt man allerdings fest, dass es diese Wörter in keiner Sprache gibt. Der Betrachter steht vor diesen Buchstaben wie vor einer Tafel mit Keilschrift oder vor einem singhalesischen Text: Er sieht schön aus, interessant, aber auch etwas befremdlich. Richtr verwendet also Zeichen, die ursprünglich geschaffen wurden, um Informationen zu transportieren, als für sich selbst stehende Chiffren. Sie finden Ausschnitte aus solchen skripturalen Kunstwerken auf einigen der hier ausgestellten Fotografien. Seit gut zwanzig Jahren arbeitet Richtr überwiegend an großformatigen Werken, die von ferne an Reklametafeln oder Graffiti erinnern, sich bei näherem Hinsehen aber als raffinierte Einblicke in die Welt der Moderne entpuppen. Die Gemälde sind, wie in der klassischen Malerei üblich, mit Pinsel und Farbe, überwiegend auf Leinwand, also durchweg analog hergestellt worden.

Die hier ausgestellten Fotografien sind zeitlich parallel am Bildschirm entstanden. Es ist reizvoll zu sehen, wie ein in den analogen Techniken ausgewiesener Experte die digitale Technik des Fotografierens und des Arbeitens mit Bildbearbeitungssoftware verwendet. Es geht hier nicht um die üblichen „Verbesserungen“, also um das Retuschieren zu dick geratener Körperstellen oder die Beseitigung von störenden Randerscheinungen. Die Bilder sind vielmehr sorgfältig komponiert und durchweg aus mehreren Bildelementen zusammengesetzt. Das können unterschiedliche Fotos sein, aber auch Teile von skripturalen oder figurativen Gemälden. Auffällig ist das Kontinuum von völlig ungegenständlichen bis hin zu gegenständlichen Bildelementen. Gemaltes, Geschriebenes, Fotografiertes und Gezeichnetes sind miteinander kombiniert.

 

Pavel A. Richtr

geb. 1942 in Slany/ CZ,1963-65  Akademie der  bildenden Künste, Prag , 1969  Emigration in die Bundesrepublik Deutschland

1984  Stipendium Atelierhaus Worpswede,1985  1.Preis für Malerei in Cadiz (SP)

1994  Lehrauftrag Universität  Lüneburg, Fachbereich Kulturwissenschaften

Teilnahme an internat. Symposien. Dozent für Frei Malerei

Lebt in Hamburg, arbeitet in Hamburg und Prag

 

Arbeiten im öffentl.Besitz/ Sammlungen u.A:

Nationalgalerie der Tschechischen Republik, Prag

Staatsbibliothek u. Museum des Schrifttums Strahov, Prag 

Sammlung Falckenberg, Hamburg

Städtische Sammlungen Klatovy-CZ 

Sammlung Walter Bischoff, Villa Haiss, Museum f. zeitgen. Kunst, Zell a.H.   

 

Mitglieschaft:

Gruppe PAPIRIAL  Prag/CZ  (1988 - 2000)

Gruppe A.F.T.E.C  Prag/CZ   (1995 - 1997)

BBK Hamburg (seit 1997)

Vita (engl.)

1969  Emigration to the Federal Republic of Germany

1984  Scholarship  „Atelierhaus Worpswede“, Germany   -   1985  1st Prize for Painting in Cadiz/Spain

1994  Teaching assignment at the University of Lueneburg  - Participant in international Symposiums

Lecturer for Freestyle Painting

Lives in Hamburg, works in Hamburg and Prague

 

Einzelausstellungen ab 2000 (Auswahl): 2000 „Schriftverwa(h)rung“, Kooperative K, Hagen   2001  Kehdinger Kunstverein, Freiburg/Elbe, 2003  „Aus dem Bleistiftgebiet“ (zu Robert Walser), Deutsche Bibliothek, Frankfurt/M, 2004 „Zerschriftung IV“, Kunstverein Schloss Plön, 2005    „Arbeiten 2000-2005“, Museumsverbund Nordfriesland, Schloß Husum, Husum, 2007 Kunstverein Kunsthaus Norden, Norden, 2008 Kunstverein Harburger Bahnhof, Hamburg  (Kat), 2009 KunstRaum Hüll, Drochtersen-Hüll , 2012 Künstlerhaus Sootbörn, Hamburg, 2016 „Anders II“, Galerie Morgenland, Reihe Schauplatz, Hamburg, „Syntagmen“, Schloss Reinbek, Reinbek

Ausstellungsbeteiligungen ab 2000 (Auswahl): 2000 „Skripturale“, Kunshaus Hamburg  (Kat) 2002 „Czech Graphic Art“, Galerie Mánes, Prag/CZ, 2003 „Wege zur Abstraktion. Form u. Struktur“, Kunstverein Plön , 2004 Forma Aktua Pinakotheek, Groningen/NL, 2006 Kunsthalle Villa Kobe, Halle/Saale, 2007 Kunstverein Kehdingen, Freiburg/Elbe, 2008  „Wir nennen es Hamburg“, Kunstverein Hamburg, 2009 „Wie war das mit Kain und Abel“, Galerie der Kritiker, Palace Adria, Prag/CZ (Kat.), 2011„Aktualität und eigenes Werk“, Kunsthaus Hamburg, 2013    NordArt,Kunstwerk Carlshütte, Büdelsdorf,  DOMA, Ernestinum, Príbram CZ, „1.Reihe“ Kunsthaus Hamburg, Hamburg, 2014  Short_hand_made, Hamburg,  2016„Dahinter“, Künstlerhaus Sootbörn, Hamburg, „Getrennte Farben“, Künstlerhaus Sootbörn, Hamburg 

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